Silvester 2017 mit der IG „Neue-Helene“ e. V.

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Ein Jahr geht rum wie nichts und ehe man sich versieht, steht der 31. Dezember auf dem Kalenderblatt. Unser Verein hatte, wie schon in den Jahren vorher in unserem Bürgerhaus, eine zünftige Silvester- Party vorbereitet. Ab 18:15 Uhr trafen so nach und nach die 46 geladenen Gäste im festlich geschmückten Saal ein. Zur Begrüßung gab es ein Gläschen Sekt, was die Stimmung schon mal etwas auflockerte. In der Zwischenzeit war auch unser Vereinsvorsitzender Andreas Bodenlos eingetroffen, der nach einer ganz kurzen Begrüßung das Büffet für eröffnet erklärte.
Es war wieder einmal sensationell, was unsere Familie Bodenlos gezaubert hatte und alle griffen herzhaft zu. Vom Kesselgulasch über verschiedene Sorten Fleisch mit Klößen oder Kartoffeln, Gemüse, Obst, Salaten, Wurst- oder Käseplatten und Desserts war alles reichlich vorhanden und schmeckte wunderbar. Ausreichend gestärkt ging es dann zum fröhlichen Teil über. Mit der Polonäse von Blankenese kam Stimmung in den Laden. Spätestens beim Holzmichel hatte es auch den Letzten erreicht und es wurde lautstark mitgesungen. Andrang herrschte beim „griechischen Wein“ auf dem Parkett. Nicht unerwähnt sollte die Solo-Tanzeinlage von Herrn Schneider beim Lied „Die kleine Kneipe in unserer Straße“ bleiben. Bis Mitternacht tanzten, sangen und feierten alle. Neben den üblichen Getränken Sekt, Bier, Wein und Schnaps gab es auch eine traumhafte Bowle, die mehrfach aufgefüllt wurde.
Beim Glockenschlag 0:00 Uhr stießen alle mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr an und lagen sich bei den Gratulationen in den Armen. Anschließend trafen sich alle im Hof, wo von einigen unserer Männer ein professionelles Feuerwerk abgebrannt wurde. Es war sehr schön und hat uns große Freude gemacht. 
Viele hatten das Dilemma zum Glück nicht mitbekommen, deshalb ging die Party dann ab 0:30 Uhr im Saal fröhlich weiter. Die meisten stärkten sich noch einmal am Büffet. Mit Musik und den verschiedensten Getränken wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.
Ein bisschen müde trafen wir uns am Neujahrstag gegen 10:30 Uhr zum Aufräumen und Saubermachen. Nach 3 Stunden glänzte wieder alles. Geschirr und Gläser waren abgewaschen, verstaut und Tische und Stühle standen wieder an Ort und Stelle.
Danke allen für die tatkräftige Unterstützung.
Schon am 13. Januar sehen wir uns wieder. Mit Unterstützung durch unsere FFW geht es beim Verbrennen der ausrangierten Weihnachtsbäume weiter.

Johanna Landrock
IG „Neue-Helene“ e. V.

9. Dezember 2017 – Helene on Tour nach Weimar

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90 gutgelaunte Leute trafen sich in Großzössen, um beim ersten Schnee dieses Jahres den Weihnachtsmarkt in Weimar zu besuchen. Unsere 2 Busfahrer waren etwas spät dran, was unserer Erwartungsfreude aber keinen Abbruch tat. Busfahrer Jens begrüßte alle Fahrgäste in unserem 2. Bus ganz herzlich und gab seiner Freude Ausdruck, dass er gerne mit der „Neuen-Helene“ auf Tour ist, weil es da immer so lustig und unkompliziert zugeht. Nach dem Hinweis: „Anschnallen, wir sind ein Reisebus!“ ging die Fahrt los.
Bis zur Raststätte Teufelstal konnte man denken, die Welt geht unter, so stark beeinträchtigten Schneeregen und Schnee die Sicht. Aber dann…..
Mit jedem gefahrenen Kilometer wurde es heller und bei schönstem Helene-Wetter kamen wir in Weimar an. Nach der Ansage: „18:00 Uhr alle wieder hier!“ strebte alles in Richtung Stadt zum Weihnachtsmarkt. Die Ausschilderung war etwas dürftig, aber der Duft von Bratwurst und Glühwein signalisierte den richtigen Weg. Die Weimarer Bratwurst ist sensationell. Ohne zu übertreiben kann man sagen, sie ist weltweit die Beste!
Auf dem Marktplatz leuchtete uns eine etwa 20 m hohe, festlich geschmückte Tanne entgegen. Daneben drehte sich eine 12 m hohe Weihnachtspyramide und neben ihr war eine Weihnachtskrippe mit 14 handgeschnitzten Holzfiguren aufgebaut.
Das erste öffentliche Aufstellen eines Weihnachtsbaumes auf dem Weimarer Marktplatz wurde im Jahre 1815 erwähnt, also zu der Zeit, als Johann Wolfgang von Goethe lebte und wirkte. Damals spendete der Hofbuchhändler Hoffmann einen großen Baum für die armen Kinder der Stadt und ein öffentlicher Weihnachtsbaum auf den Märkten ist inzwischen schöne Tradition in allen Städten geworden.
Vom Theaterplatz bis zum Markt findet man weihnachtliches Flair inmitten der kleinen, festlich geschmückten Marktständen, die mit ihrem typischen Adventsangebot, wie erzgebirgische Schnitzereien, Lauschaer Glaskunst, Strickwaren, die berühmten Weimarer Zwiebelzöpfe und vieles mehr zum Kauf locken. Es war für jeden Geschmack etwas dabei und man sah viele unserer Mitfahrer mit Tüten und Beuteln weiter schlendern. Leider waren die Gingko-biloba Bäumchen (trotz Reklame) nicht erhältlich aber es duftete auf dem ganzen Markt lecker nach gebrannten Mandeln, Bratwürsten und Glühwein. Das zum Adventskalender umfunktionierte Rathaus fasziniert vor allem die Jüngsten. Sie warteten schon sehnsüchtig auf den Weihnachtsmann, der pünktlich 15:00 Uhr gemeinsam mit den Kindern eines der 24 Kalendertürchen öffnete. Sie erfreuten ihn anschließend mit Gedichten und Weihnachtsiedern, um ein kleines Geschenk aus seinem Gabensack entgegen zu nehmen.
Weimar hat aber nicht nur einen wunderschönen Weihnachtsmarkt sondern zählt auch zu den UNESCO – Welterbestätten. Es werden für die Besucher Rundfahrten in Pferdekutschen oder im Belvedere-Express, einem Nachbau der 1925 produzierten Talbot – Busse, angeboten. In dem langen beige und weinroten Gefährt tritt der Geheimrat J. W. v. Goethe höchst persönlich mit Erläuterungen für die Stadtrundfahrer auf. Wir ließen uns aber ganz bequem in Decken gehüllt, mit einer Pferdekutsche und den beiden Braunen Lissy und Nadine, vom Frauenplan aus durch die geschichtsträchtige Altstadt chauffieren. Frau Kaim erklärte die einzelnen Stationen, u. a. Goethes Wohnhaus, das Haus der Frau von Stein, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, das Reiterstandbild von Carl August, das Wittumspalais oder das Stadtschloss ausführlich. Vorbei am traditionsreichen Hotel „Elephant“ ging es zurück auf den Marktplatz, wo gerade das Glockenspiel vom Rathausturm zu hören war. Die Glocken sind aus echtem Meißner Porzellan gefertigt und lagerten viele Jahre im Gärtnerhaus von Schloss Belvedere, ehe sie nach dem Krieg wiederentdeckt und restauriert wurden. Heute erklingt die reine Melodie der Glocken computergesteuert zu jeder vollen Stunde.
Nach so viel Geschichte und Weihnachtsmarkt war uns nach Aufwärmen zumute. In der Galanteria „Giancarlo“, einem anheimelnden italienischen Cafe, fanden wir nicht nur ein warmes Plätzchen sondern auch einige Leute aus unserer Reisegruppe, die sich ebenso wie wir mit Cappuccino, Schokolade, Gebäck oder Eis verwöhnen ließen.
Langsam wurde es Zeit, den Weg zum Busplatz einzuschlagen. Das war nicht so einfach. Dunkelheit und schlechter Orientierungssinn haben nicht nur mich auf Umwege geführt. Es war eine riesige Freude, als wir plötzlich auf eine Gruppe aus Großzössen trafen. Erleichterte stellten wir fest, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Andere hatten nicht so viel Glück… Auf dem Weg in Richtung Heimat kehrten wir dann, nicht ohne kleine Pannen, zum Abendessen im Schlosshotel Apolda ein. Das Essen war sehr gut. Leider war unsere Essenvorbestellung nicht korrekt an die Küche weitergegeben worden und auch die Fahrer hatte man vergessen
Irgendwie kam dann aber alles auf die Reihe und gegen 20:00 Uhr traten wir die endgültige Heimfahrt an. Lustige Sprüche, kleine Sticheleien und das eine oder andere Getränk ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Trotzdem war alles froh, 22:35 Uhr wieder Großzössener Boden unter den Füßen zu haben.
Ein schöner Tag war zu Ende und wir bedanken uns bei den Initiatoren ganz herzlich für dieses wunderbare Erlebnis, dass uns Mitreisenden sehr gefallen hat.

Johanna Landrock
IG „Neue-Helene“ e. V.

Weihnachtsmarkt 2017

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Unser alljährlicher Miniweihnachtsmarkt, der in diesem Jahr mehr einer kleinen Adventfeier ähnelte, stand am ersten Dezemberwochenende in Großzössen auf dem Programm.
Wir konnten uns nicht beklagen, denn bei trockener, sonniger und 0° C Außentemperatur hatten wir wieder mal das schönste Helene-Wetter. Unsere fleißigen Männer bauten am Vormittag schon die Buden und Zelte auf. Auch wurde von ihnen die große Feuerschale nebst Brennholz bereitgestellt. Einige Großzössner brachten im Laufe des Nachmittages noch Baumschnitt und Holz, so dass dem geplanten Lagerfeuer unter Regie der örtlichen FFW nichts im Wege stand.

In den Essen- und Getränkehütten waren derweil die Frauen zu Gange und bereiteten alles für die Bewirtung der Gäste vor.
Leider fehlten in diesem Jahr die Kinder des Pestalozzi- Kinderhauses aus Borna mit ihrer weihnachtlichen Darbietung und ihrem Verkaufsstand, an dem sie immer kleine Basteleien, Plätzchen, Marmelade oder Weihnachtsgestecke angeboten haben. Trotzdem wurde durch unsere Bäckerei zum Kaffeetrinken wieder Stolle angeboten und der Erlös daraus wird dem Bornaer Kinderhaus übergeben.
Sehr erfreut waren wir, als gegen 16:00 Uhr unser Bürgermeister Herr Hellriegel mal auf einen kurzen Plausch vorbeischaute.
Nachdem die Kameraden der FFW das Feuer entzündet hatten, füllte sich der Festplatz sehr schnell und viele Kinder, die auf das Kommen des Weihnachtsmannes warteten, wuselten aufgeregt hin und her. Plötzlich war er da, nahm auf der Bank unseres Freisitzes Platz, einen großen Gabensack neben sich und winkte die Kleinen zu sich heran. Es war wie in jedem Jahr. Einige Kinder waren ganz mutig und trugen ein Liedchen oder Gedicht vor, um mit einem kleinen Präsent glücklich wieder von dannen zu ziehen. Bei ein paar der ganz Kleinen ging es nicht ohne Tränen ab und einige hatten Mutti oder Vati zur Unterstützung an ihrer Seite. Der bärtige Alte sah das alles nicht so streng. Er verteilte seine Gaben an alle Kinder auch an die kleinen Angsthasen. Danke lieber Weihnachtsmann Peter, du hast deine Aufgabe wieder einmal souverän gemeistert.
Mit zunehmender Dunkelheit kam dann auch der gemütliche Teil unseres Festes in Gang. Dank des guten Essens, reichlich Grog und Glühwein (mit und ohne Schuss) sowie des von der FFW betreuten Lagerfeuers wurde die Stimmung sehr ausgelassen und fröhlich. Da wir, in Betracht der frostigen Temperaturen, auch unseren Bürgerhaussaal geöffnet hatten, war für die Unentwegtesten erst weit nach Mitternacht Schluss.
Das Aufräumen am nächsten Tag ging zügig voran, da sich viele Helfer eingefunden hatten.
Nächste Woche treffen wir uns dann alle schon wieder, wenn wir mit zwei Bussen auf den Weihnachtsmarkt nach Weimar fahren.

Johanna Landrock
IG „Neue-Helene“ e. V.