Helene on Tour

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Am 22. April war es wieder einmal so weit und die geplante Frühjahrsausfahrt mit der IG „Neue-Helene“ e. V. begann 10:00 Uhr in Großzössen. Alle Fahrgäste waren gut gelaunt, die Getränke im Bus verstaut und nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Vereinsvorsitzenden Herrn Bodenlos und unseren Busfahrer Frank, ging die Reise Richtung Dübener Heide los. Trotz einiger schwarzer Wolken am Himmel fuhren wir der Sonne entgegen und sie erfreute uns, zwar von starken Windböen begleitet, den ganzen Tag.
Unser erstes Reiseziel war der Museumsbunker Kossa, der auf einem 75 ha großen Gelände mitten im Dübener Waldgebiet liegt. Nach erfolgter Anmeldung stärkten wir uns zu Mittag erst mal mit Erbsensuppe und Bockwurst. Danach wurden wir von Herrn Fink, einem ehemaligen Fähnrich der technischen Abteilung, begleitet. Er hielt uns im Museumswald einen Vortrag über die Geschichte des Geländes, das seit Beginn der 30er Jahre militärisch genutzt wurde. Vorbei an 2 unterirdischen Antennenfeldern führte er uns dann zum Nachrichtenbunker. Dieser Bunker verbirgt in seinen 6 Kfz-Röhren von jeweils 40m Länge Großraumfahrzeuge und mobile Nachrichtentechnik. Die Fernschreibzentrale auch das Fernsprechamt verfügte über leistungsstarke Sende- und Empfangsanlagen. Für verschlüsselte Verbindungen war die SAS-Fernsprechvermittlung mit ihrer Chiffrierstelle zuständig. Über eine steile Lichtgitterrostleiter ging es nach unten in den Führungsbunker. Hier waren für den Befehlshaber und seinen Stab gut ausgestatte Arbeits- und Ruheräume vorhanden. Weiterhin gab es Arbeitsräume der Arbeitsgruppe Planung mit Bildübertragung und Vervielfältigungstechnik sowie Arbeitsräume der Verbindungsoffiziere der Verbände. Alles ausgestattet mit Technik für gedeckte und abhörsichere Kanäle. Ein Gläschen Wodka, Brot und Salz belebten unsere etwas abgekühlten Lebensgeister. Gemütlich ist anders, als 10° C und feuchtkalte Luft in einigen Metern unter der Erde. Abschließend stellte Herr Fink noch einmal klar, dass es nicht um die Glorifizierung der vergangenen Epochen sondern um die Warnung vor den Folgen übermäßiger Rüstung und einer Konfrontationspolitik geht. Die Besichtigung endete mit einem gemütlichen Kaffeetrinken, bevor die Reise nach Ferropolis – die Stadt aus Eisen - fortgesetzt wurde.
Auf einer Halbinsel im ehemaligen Tagebau Golpa-Nord ist Ferropolis ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur. In Zusammenarbeit mit dem Bauhaus Dessau entstand von 5 Tagebaugroßgeräten umrahmt, eine Freilicht-Arena für 25 000 Gäste, die im Jahr 2 000 mit einem Konzert von Mikis Theodorakis eröffnet wurde. Nach einer umfangreichen Sanierung der Bagger und Absetzer finden seit 2005 regelmäßig Konzerte in Rock, Pop, Klassik, begonnen mit Udo Lindenberg über Andre Rieu bis hin zu Metallica statt. Regelmäßig gib es die Festivals „Melt“, „splash“ und Pyrogames. Auf den Freiflächen rund um die Arena zelten dann Tausende Besucher dieser Veranstaltungen. Neben den Großgeräten waren zur Besichtigung im Museum Ding zur Bergbaugeschicht und Funde der Archäologen ausgestellt. Unter anderem konnte man auch die Nachbildung des, im Tagebau Golpern gefundenen, Waldelefanten ansehen. Leider war der Wind ziemlich ungemütlich, so dass wir uns nach der Besichtigung schnell in den warmen Bus zurückzogen. Unser letztes Reiseziel war der Landgasthof Podelwitz, in dem wir das Abendessen bestellt hatten. Schnell und gut wurde uns dieses von der freundlichen Bedienung serviert, leicht getrübt von einem Malheur der vorherigen Gäste. Unserer guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch und frisch gestärkt traten wir gutgelaunt den Heimweg an.
Es war wieder mal eine gelungene Fahrt. Darüber waren sich alle Mitreisenden einig.
Danke den Organisatoren für das schöne Erlebnis!

Johanna Landrock
IG „Neue-Helene“ e. V.

Osterfeuer 2017

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Schon zum 8. Mal seit ihrem Bestehen hatte die IG „Neue-Helene“ e. V. gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Großzössen zum Osterfeuer eingeladen. In weiser Voraussicht auf die Aprilwetterkapriolen hatten wir unsere Feuerschale auf dem Platz vor dem Bürgerhaus aufgestellt. Draußen waren das große Zelt und Biertische aufgebaut. Vorsichtshalber hatten wir auch noch den Saal im Bürgerhaus für unser Fest vorbereitet. Zwei von den größeren Jungen im Dorf (Grosser und Kind) waren unermüdlich damit beschäftigt, zu dem vorhandenen Feuerholz auf der Feuerschale, noch Bruchholz aus dem Rittergutspark heran zu tragen. Dafür ein ganz dickes Lob von uns allen.
Ein bissel bange war uns ja, da es zu Mittag noch geregnet hatte und es ganz schön frisch geworden war, ob und wie viele Besucher unserer Einladung folgen würden. Es fanden ja in vielen Orten der Umgebung ebenfalls Osterfeuer statt.
Aber, wie so oft, waren alle Sorgen umsonst. Gegen 18:00 Uhr war unser Bürgerhausplatz gut gefüllt. Sogar aus Berlin und später auch aus, dem fernen Stade, waren Gäste angereist, die Ostern bei ihren Familien verbringen und unser Fest besuchen wollten.
Flotte Musik, Glühwein, Grog, Tee und jede Menge andere Getränke kurbelten die innere Wärme und eine frohe Stimmung an. Es musste auch niemand Hunger leiden. Mit reichlich Rostern, Hack-Ribs, heißer Suppe und Pommes war für jeden Appetit etwas dabei.
Unser Osterhase hatte 43 Osterbeutel versteckt und wir hofften auf viele kleine Gäste.
Als die Kinder den Startschuss zum Ostereier suchen erhielten, gab es kein Halten mehr. Einige hatten die Verstecke schon ausgemacht. Darum waren auch in kürzester Zeit, zur Freude der Kinder, fast alle Ostereier gefunden. Sehr diszipliniert nahm jedes Kind nur ein Osternest aus den Verstecken, obwohl sie noch viel mehr gesehen hatten, wie mir einige zuflüsterten.
Dann wurden die Kameraden der FFW aktiv. Sie entzündeten den großen Holzstoß, der anfangs ganz schön qualmte. Als das Feuer dann richtig loderte, stellten sich schnell wieder Entspannung und Gemütlichkeit ein. In größeren oder kleineren Gruppen um das Feuer und im Saal wurde geplaudert, gelacht und alle hatten ihren Spaß. Nach der Kälte des Tages genossen die Anwesenden die angenehme Wärme des Feuers und feierten fröhlich bis weit nach Mitternacht.
Umsichtig hatten die Kameraden der FFW das Lagerfeuer im Blick, ließen es kontrolliert abbrennen und löschten zum Schluss sorgfältig die letzte Glut.
Am nächsten Tag wurden im Saal und auf dem Platz alles wieder gesäubert und aufgeräumt. Danke allen Helfern für ihren unermüdlichen und wie immer ehrenamtlichen Einsatz vor und hinter den Kulissen.
Mit unserer Busfahrt am 22. April in die Dübener Heide startet die nächste Veranstaltung der IG „Neue-Helene“ e. V., auf die wir uns schon jetzt freuen.

Johanna Landrock
IG „Neue-Helene“ e. V.